In Obereggersberg bei Riedenburg stehen heute noch die Reste der früheren Burg Eggersberg. Sie liegt ca. 150 Meter vom Schloss entfernt, auf einer rauhen Kalksteinklippe hoch über dem Altmühltal. Der Blick von diesem Burgfels reicht weit über die Altmühl und den historischen Main-Donaukanal Ludwigs I. mit seiner historischen Schleusenanlage. Im Tal, zu Füßen der Burg Eggersberg, liegen verstreut Gräberfelder aus der Keltenzeit.

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Lage & Infos Burg Eggersberg

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Beschreibung

Von Burg Eggersberg ist heute nicht mehr viel erhalten. Die Anlage sitzt am äußersten Kalksteinfels über dem Altmühltal und Untereggersberg. Der Fels ist mit einem Halsgraben vom rückwertigen (südlichen) Areal abgetrennt. Über dem Halsgraben ragt ein Mauerstumpf der südlichen Burgmauer auf, bestehend aus immer noch gut erhaltenen Buckelquadern.

Über den Halsgraben – mit Abstieg und Gegenanstieg – gelangt man in das Burgareal. In der Südhälfte der Anlage sind Mauerreste der Burganlage erkennbar, die Treppenartig angeordnet sind. In der Nordhälfte dominiert die Ruine der Heilig Kreuzkapelle, eine Barockkapelle aus dem beginnenden 18. Jahrhundert. Markant für die ganze Anlage ist die ca. vier Meter hohe Nordwand der Kapellenruine.

Dahinter gelangt man auf einen Aussichtsebene mit Blick über das Altmühltal und auf die historische Ludwig-Donau-Mainkanal-Schleuse von 1836.

Historie

Bereits ab dem 10. Jahrhundert wurde von einer Veste Eggersberg gesprochen. Wahrscheinlicher ist, dass die Burg Eggersberg im 12. Jahrhundert durch die Herren von Nussberg erbaut wurde. Um 1326 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Sie war Sitz der bayerischen Herzöge.

1485 gelangte Burg Eggersberg in den Besitz des Ritters Jörg von Helfenstein. 1488/93 wurde die Burg im sog. Löwenkrieg zerstört. Zwar wurde – wohl unter dem Kanzler Leonhard von Eck – im Jahre 1613 letztmalig versucht, die Burg instand zu setzen und zu erhalten, jedoch ließ sie sein Sohn bald niederreißen. Um 1721/36 wurde die Barockkapelle Heilig Kreuz auf dem Burggelände, unweit der Ruine gebaut.

1806 musste die Kapelle jedoch aufgrund der schlechten Statik eingerissen werden und wurde nicht wieder aufgebaut. Die markanten Mauerreste auf dem Gelände der Burg gehören zur ehemaligen Kapelle – nicht zur mittelalterlichen Burganlage.

Eine Sanierung der Burg Eggersberg erfolgte in 2009.

Bilder zur Burg Eggersberg

Literatur

  • Burgen und Schlösser in Bayern von Michael Weithmann – ISBN: 3-85326-175-2
  • Burgen des Deutschen Mittelalters – ISBN: 3-86047-219-4
  • Archäologieführer Bayern – Bodendenkmäler und Museen – ISBN: 3-934145-09-4
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Schloss Eggersberg: Westseite des Schlosses und Hofmarkmuseum im Wirtschaftsgebäude.
Neues Schloss Eggersberg (Obereggersberg) – Kreis Kelheim
Schloss Aicholding: Kapelle St. Martin und Herrenhaus - Südansicht.
Schloss Aicholding – Kreis Kelheim

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