Zur Burg Pappenheim im Altmühltal

Ein lohnendes Ziel im Altmühltal ist die Burg Pappenheim. Auf den Spuren des Feldherren Wallenstein, der so sehr auf seine Pappenheimer schwor, starten wir in Solnhofen und folgen dem Altmühltal Panoramaweg bis Pappenheim.

Aber das Städtchen hat weit mehr zu bieten: Die alte Stadtbefestigung, Schlösser und einige süße Cafés u.v.m.

Sehenswürdigkeiten

Burg Pappenheim • Altes Schloss • Neues Schloss • Altstadt Pappenheim

Tourensteckbrief

  • Charakter:
    Wandern (T1)
  • Anforderungen:
    Kondition
  • Start & Ziel:
    Eichstätter Straße in Sollnhofen
  • Distanz: 14,5 km
  • Reine Gehzeit: 4:30 h
  • Höhenmeter:  345 m • ↓ 345 m
  • Einkehr/Übernachtung: In Pappenheim Diverse • Burgschänke

Etappen & Gehzeit:

  • Ausblick Zimmerer Berg (01:00 h)
  • Burg Pappenheim (2:00 h)
  • Bahnbrücke Altmühl – Zimmern (3:25 h)
  • Sollnhofen (4:30 h)

Auf dem Altmühltal Panoramaweg

Wenn es draußen noch kühl ist, die Sonne aber scheint und kein Wölkchen am Himmel steht, dann ist das ein prima Wetter für eine Burgentour.  Abgesehen davon ist für mich sowieso immer die richtige Zeit für eine Burgtour. Wir starten in Solnhofen und sind bald auf dem Altmühltal Panoramaweg unterwegs. Irgendwie bin ich hin und her gerissen zwischen Fotos schießen und einfach nur die Nase in die Sonne zu halten. Wie wohltuend das doch immer wieder ist, wenn man nach dem Winter den nahenden Frühling spüren kann: unbezahlbar. Das denken sich scheinbar auch eine Gruppe von Damen, die als Wanderverein getarnt, den Panoramaweg mit viel Geschnatter und Lachen beleben.

Auf halbem Wege nach Pappenheim, treffen wir am Waldrand auf ein Dammwildgehege. Wir beobachten die Tiere eine Weile bevor wir weiter müssen und wieder im Wald verschwinden. Dort nehmen wir eine falsche Abzweigung, bemerken dies, stutzen und finden bald wieder auf den richtigen Pfad, dank Wanderkarte und Google Maps auf dem Smartphone. Später in Zimmern führt uns der Weg über einen Kreisverkehr, bevor wir an einem alten Gebäude nach rechts den Hang hinauf steigen. Dort, auf halbem Wege, machen wir kurz Rast für einen Powerbar, ich steh voll auf diesen Cacao Crunch Riegel, sitzen auf einer Bank und blicken auf einen Hang mit Wacholderbüschen. Danach geht es steil bis zum Höhenweg hinauf.

Pappenheim – Perle des Altmühltals

Also laufen wir oberhalb des Wachholderheide entlang und bald erreichen wir das Ende des Waldausläufers. Die Altmühl zieht hier eine gemütliche Schleife. Auf der anderen Seite des Hügels erwartet uns bereits Pappenheim. Es geht den Hang hinab und da ist es wieder, dieses Gefühl nicht schnell genug zur Burg zu kommen. So eine Leidenschaft macht es manchmal allen Beteiligten nicht leicht. Das ist immer mit einem Quentchen Ungeduld verbunden. Jedenfalls bei mir. Es ist als ob Burgen und Ruinen ein starkes Magnetfeld haben und mich anziehen. Aber wir sind zum Glück schon auf dem Weg nach Pappenheim und überqueren eine Fußgängerbrücke. Zielsicher finde ich den Weg zur Burg Pappenheim durch die Stadt. Ist ziemlich ruhig hier für einen Samstag Nachmittag. Aber egal: Einfach herrlich, wie die Burg sich über dem Städtchen auf dem Burghügel ausdehnt.

Altmühltal Panoramaweg Burg Pappenheim - 12 Apostel

Blick über Pappenheim von Burg Pappenheim aus.

Nicht lange und wir erreichen die ersten Mauern. Die Stadtmauer ist mit der Burg verbunden. Davon zeugen noch gut erhaltene Mauerwerke. Also geht’s sofort rauf zur Burg, entlang der Burgmauern bis zum Besucherparkplatz. Unterwegs erspähe ich den Burgbiergarten. Vielleicht treffen wir auf Wallenstein und seine treuen Pappenheimer? Wer kennt den Spruch nicht aus Schillers Drama: Daran erkenn ich meine Pappenheimer? Aber die Burg ist leider noch geschlossen so früh im Jahr. Sie öffnet erst Ende März die Tore für Besucher: Ade Biergarten, ade Wallenstein. Auf dem Weg um die Burg herum und durch die Gassen, finden wir auch kein offenes Cafè. Karo zieht eine Schnute: Kein Kuchen. Das ist mindestens genauso hart für Sie wie für mich die Tatsache, nicht auf das Burgareal zu kommen.

Biber an der Altmühl

Schon geht es wieder über die Altmühl hinüber und zurück. Wir kommen am Bahnhof vorbei und folgen dem Lauf der Altmühl, die hier sehr ruhig und gemächlich dahinfließt. Ein Stück weiter tummelt sich ein Entenpärchen. Wen ich aber nicht sehen kann, sind die pelzigen Zeitgenossen, die entlang des Ufers auf beiden Seiten Bäume gefällt haben. Da treiben offensichtlich Biber ihr Unwesen. Ich lasse den Rest vorausgehen und kauere mich neben einen Baum, die Kamera im Anschlag: Vielleicht regt sich ja noch was? Ist aber leider nicht der Fall und länger warten kann ich auch nicht, denn ich muss dem Rest hinterher.

Der Rückweg zieht sich über Feldwege und an einem Wald entlang, bevor wir Solnhofen wieder erspähen können. Kurz bevor wir dann nach Solnhofen hinein kommen, führt uns der Weg in die Nähe eines großen und alt wirkenden Gasthauses. Wir passieren das Wirtshaus und legen die letzten Meter zum Auto zurück.

Bilder zur Tour

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