Hüttentour durch die Tannheimer Berge

Die Tannheimer Berge sind eine Gruppierung der Allgäuer Alpen im Grenzgebeit zwischen Bayern und Tirol. Neben vielen panoramareichen und spannenden Gipfeln, sind es auch die Bergseen, die dem Gebiet ihre Attraktivität verleihen.

Besonders schön ist das Gebiet um die Landsberger Hütte und dem Schrecksee. Wir erkundeten drei Tage lang die Region und waren absolut begeistert!

Tourensteckbrief 

  • Charakter:
    Bergwandern (T2)
  • Anforderung:
    Kondition, Trittsicherheit
  • Start/Ziel:
    Bergstation Krinnenalp Sessellift
  • Distanz: 39,5 km
  • Reine Gehzeit: 15:00 h
  • Höhenmeter: ↑ 3.000 m • ↓ 2.885 m
  • Einkehr/Übernachtung:
    Landsberger Hütte • Krinnenalpe

Einzelübersicht / Tag

(Distanz, Aufstieg, Abstieg, reine Gehzeit)

  • Tag 1:
    → 14,5 km • ↑ 1.340 HM+ ↓ 980 HM • ⊕ 5:30 h
  • Tag 2:
    → 11,5 km • ↑ 850 HM+ ↓ 860 HM • ⊕ 4:30 h
  • Tag 3:
    → 13,5 km • ↑ 810 HM+ ↓ 1.045 HM • ⊕ 5:00 h

Tag 1 – Tannheimer Berge

Wir fahren die erste Etappe mit dem Sessellift zur Bergstation der Krinnenalpe. Von dort geht es über einen schmalen Pfad geht’s ziemlich steil zum Gipfel – war wohl doch nicht verkehrt mit dem Sessellift zu starten, wenn ich’s mir recht überlege. Oben angekommen erleben wir unseren erst Wow-Moment. Hier haben wir nicht nur freie Sicht auf die Vilser Gruppe, vor uns erstrecken sich auch das Bergpanorama der Tannheimer Berge. So sieht das also aus. Alles das lag letztes Mal komplett vernebelt und quasi unsichtbar vor uns. Da wir fast allein auf dem von Wiese überzogenen Gipfel sind, suchen wir uns ein schönes Plätzchen und genießen. Ich kann mich gar nicht sattsehen – Alex geht’s genau so. Die Ruhe wird nur durch einen Segelflieger durchbrochen, der fast das Gipfelkreuz streift, so tief fliegt der. Ist wohl auch zu spät los, so dass er nicht mehr hochwandern konnte.

Natürlich nicht mit unserer Motivation! Aber bereits der Blick auf die Karte sagt uns, dass unsere weitere Wanderung Richtung Kaiserschmarrn (also Landsberger Hütte) uns konstant abwärts führen wird. Hätten wir uns die Zeit genommen, die Höhenlinien richtig zu lesen, dann hätten wir gewusst, dass wir komplett ins Tal runter gehen müssen, um auf der anderen Seite wieder hochzusteigen. Aber manchmal ist es auch besser, wenn man nicht alles vorher weiß. Immer noch geflashed von der Aussicht stiefeln wir los, immer bergab, über grüne Wiesen, die irgendwann von matschigen Pfaden durchbrochen werden. Bergab gehen kann ganz schön anstrengend sein!

Als wir endlich unten am Bachlauf ankommen muss Alex erstmal seinen Trinkbeutel auffüllen. Und irgendwie zeigt das GPS an, dass die Sonne bald untergeht. Hui, für Pause bleibt da nicht mehr viel Zeit. Kurz überlegen wir, ob wir mit dem vorbeifahrenden Traktor per Anhalter weiterfahren sollen. Verwerfen diesen Gedanken aber schnell wieder. Noch einmal schummeln geht nun wirklich nicht. Wir entscheiden uns für den  Forstweg zum Aufstieg. Technisch ist dieser zwar langweilig, aber Zeit für Experimente mit potenziellen technisch reizvolleren Abkürzungen haben wir einfach nicht mehr.  Nach den ersten Kurven merken wir – das wird ein zäher Anstieg. Der Blick zurück ins Tal motiviert ungemein, nicht zu fassen, dass wir komplett runter mussten.

Auf der Strindenscharte. [Tannheimer Berge]

Auf der Strindenscharte.

Der spannende Weg zur Landsberger Hütte

Jeder hat so seine Motivationsstrategie, wenn es am Ende eines langen Wandertages heißt: Nur noch 500 Höhenmeter bis zum Ziel. Auch in den Tannheimer Bergen! Meine funktioniert ganz gut – ich trällere mir insgeheim diverse One-Hit-Wonder-Melodien vor, die mir so in den Sinn kommen und passe meinen Laufschritt meiner inneren Musik an. Alex hingegen scheint weniger musikalisch unterwegs zu sein. Zumindest wird er immer stiller, je höher wir kommen. Vorteil einer Bergwanderung bei untergehender Sonne ist allerdings, dass man Tiere sieht, die sich ansonsten nicht unbedingt auf Forstwege trauen. Nachdem wir zwei Murmeltiere am Hang  beobachten konnten, queren zwei Gämsen, vielleicht 30 m vor uns den Weg, legen eine Pause ein, um uns neugierig zu beobachten. Sehen wir denn so fertig aus, dass wir keinerlei Gefahr darzustellen scheinen? Nach einigen Augenblicken, in denen wir  uns gegenseitig ausführlich gemustert haben, entschließen die Gämsen ihren Weg fortzusetzen und hüpfen ganz unbedarft und voller Leichtigkeit den Abhang hinunter. Toller Augenblick!

Als wir endlich auf dem Höhenweg sind, sehen wir, wie die Sonne hinter der Schochenspitze verschwindet. Wie gut, dass wir unsere Stirnlampen eingepackt haben. Wir ziehen das Tempo an, Abendessen gibt’s ja nur bis halb acht, zumindest wars das letzte Mal so. Der Gipfel der Schochenspitze muss warten, die Zeit haben wir nicht mehr. „So nah und doch so fern“- kommentiert Alex richtig. Schade, aber ich bin dann auch froh, wenn wir endlich mal ankommen. Bei der Umrundung der Schochenspitze haben wir auch wieder einen tierischen Wegbegleiter: Eine niesende Gämse. Ob die erkältet ist oder was genommen hat? Sind schon witzig diese Bergbewohner.

Von weitem sehen wir schon die Landsberger Hütte, die bereits im Schatten der untergehenden Sonne liegt. Was für ein Anblick. Jetzt können wir ganz entspannt die letzten Meter zur Hütte runtersteigen und drosseln das Tempo wieder etwas. Mit dem letzten Sonnenstrahl erreichen wir erschöpft aber glücklich unser Ziel. Glück haben wir auch mit dem Timing. Nicht nur, dass es noch so warm ist um draußen zu sitzen. Wir bekommen sogar noch jeweils eine große Portion Spaghetti. Duschen können wir ja auch später. So genießen wir unseren ersten Tannheimer Berge Abend.

Bilder Tag 1

Tag 2 – Tannheimer Berge

Unsere erste Nacht im „Schwalbennest“ der Landsberger Hütte war ruhig und angenehm. Das Schwalbennest ist ein großes Matratzenlager unterm Dach. Da ist das ja mit der Wärme oft so eine Sache. Vom Flur, ein Stockwerk tiefer, fällt in der Nacht das Zwielicht der Notausgangslampe  zu uns herauf. Wenn dann jemand vom Toilettengang wieder herauf kommt, dann könnte es grade so gut Jason Voorhees mit seiner Eishockey-Maske und einer Machete sein: Eine dunkle Shilouette vor einem Hintergrund aus leicht gleißendem Licht steht im langen Flur des Matratzenlagers und atmet schwer … Zum Glück war er diese Nacht hier nicht unterwegs.

Während wir auf der Terrasse frühstücken beobachten wir die Frühaufsteher, die bereits in der Wand der Lachenspitze den Klettersteig bezwingen. Einer von vielen in den Tannheimer Bergen. Wir wollen heute bis zum Schrecksee und noch zwei Gipfel mitnehmen. Der Wirt meint, wir sollen die Gipfel zum Schluss machen, dann wissen wir ob die Kraft noch reicht. Nach kurzem überlegen entscheiden wir uns dafür, die Rote Spitze zuerst zu erklimmen, danach zum Schrecksee zu gehen und auf dem Rückweg auf die Steinkarspitze zu steigen. Die Kraft wird reichen.

Viel los heute. Wir halten auf das Kastenjoch zu. Von dort verteilen sich bereits die Leute entweder auf die Steinkarspitze, oder Richtung Schrecksee – vermute ich. Ein paar Haflinger grasen unterhalb des Jochs. Auf dem Sattel angekommen, treffen wir auf eine gut gelaunte Männergruppe. Wir kommen gleich ins Gespräch und einer der Jungs meint, dass wir hier eh schon auf einem Zwischengipfel wären: Also her mit dem Gipfelschnaps. Die Gruppe will heute bis zum Prinz-Luitpold-Haus weiter und wir erst auf die Rote Spitze. Bevor sich jetzt unsere Wege trennen, gibt es noch eine kleine Foto-Session: Wir lichten uns gegenseitig ab. Im Weitergehen rufen wir uns zu, dass wir uns ja am Schrecksee noch mal treffen könnten.

Wellness am Schrecksee

Auf der Roten Spitze sind wir fast alleine. Zwei Männer sind im Abstieg begriffen. Sie lassen uns einen ruhigen Gipfelblick und einen riesen Schwarm kleiner Fliegen da, der uns unaufhörlich um die Nasen schwirrt. Der Blick vom Gipfel ist aber Ablenkungen genug. Er ist traumhaft und der Powerbar Riegel schmeckt da gleich zweimal so gut. Blauer Eisenhut wächst unweit vom Gipfelkreuz in Mengen und macht den kleinen Gipfel fast gemütlich. Dann geht es weiter. Die nächste Etappe ist der Schrecksee. An der Steinkarspitze vorbei, geht’s kurz über einen felsigen Steig weiter. Er hat einen Überhang und ist auch gut markiert.

Über einen sehr malerischen und lang gezogenen Höhenweg zum Sattel des Jubiläumsweges, geht es weiter. Unterwegs gibt es ein paar leichte Kraxel-Stellen. Der Sattel ist für uns gleichzeitig der Grenzübertritt von Tirol nach Bayern, denn die Tannheimer Berge liegen nun mal im Grenzgebiet Österreich – Deutschland. Wir blicken auf den Schrecksee hinunter und der liegt wirklich wunderschön in einem grünen Talkessel. Am Wasser angekommen, halten wir noch Ausschau nach den Jungs mit dem Zwischengipfel-Schnaps. Ohne Erfolg. Echt schade, war eine echt lustige Truppe. Wir suchen uns ein ruhiges Plätzchen am Ufer. Karo hält es aber nicht lange und schon steht sie mit hochgekrempelten Hosenbeinen im Wasser. Eigentlich hab ich Hunger, aber was soll’s. Ich folge irgendwann doch Karo’s Drängen und stell mich auch ins Wasser: herrlich.

Herrlich kitzlig. Ich guck‘ an meinen Beinen runter und an meinen Füßen machen sich jede Menge Fische zu schaffen. Das sind doch nicht ein Wellnesprogramm hier??? Puh nein, ist nur ein Schwarm Stichlinge, der sich über meine Füße hermacht und daran herumknabbert. Das nenn ich mal ökologisches Peeling.

Ein lohnendes Ziel: der Schrecksee. [Tannheimer Berge]

Ein lohnendes Ziel: der Schrecksee.

Rückweg über die Steinkarspitze

Am Schrecksee halten wir es ewig aus und bereuen, dass wir keine Badesachen dabei haben. Später, zurück in der Landsberger Hütte, wird uns der Wirt sagen: „Wer nicht auf der Insel war, der war nicht am Schrecksee“. Tja, blöd. Zur Insel rüberschwimmen wäre spitze gewesen. Langsam wird es uns zu voll am den See. Wir brechen unser Lager ab und kraxeln wieder zum Sattel hinauf. Dort treffen wir auf einen Bike & Hiker und quatschen noch eine Weile mit ihm. Also hauptsächlich wieder mal ich. Karo verdreht schon die Augen. Über den Höhenweg geht es wieder zurück. Inzwischen sind kaum mehr Leute unterwegs. Hat auch was. Ich genieße das echt immer, wenn man so alleine in der Natur vor sich hinwandert und einen weiten Blick hat. Dann sind wir schon wieder bei der Steinmandl-Familie angelangt. Abseits versteckt sich ein Bärtiger in den Latschen. Ein Schattenanbeter. Wirkt fast wie ein Eremit. Wir gehen weiter und zweigen dann ab, um die Steinkarspitze über den Südamm zu erklimmen.

Das Stück ist noch mal richtig schön. Vom Kamm aus blickt man wirklich weit nach Osten rüber. Zwischendurch kommt die ein oder andere Stelle zum Kraxeln. Und schließlich ein großes Stück Knochen. Säuberlich abgenagt. Nur ein kurzes Stück mit Epiphyse. Ziemlich groß. Menschenknochen? Nein, hoffentlich nicht. Eher von einer Kuh? Hier oben in den Tannheimer Bergen? Karo holt mich ein und reißt mich aus meinen Gedanken. Wir sind ziemlich schnell auf dem Gipfel der Steinkarspitze und haben ihn eine Weile für uns alleine. Beobachten das Treiben der Landsberger Hütte, die von hier oben wie ein Ameisenhäuschen wirkt. Schließlich treibt uns der Hunger vom Gipfel. Von der Lachenspitze kommen auch noch eine handvoll Bergwanderer herüber zur Hütte. Sonst ist niemand mehr unterwegs. Die Sonne steht schon tief und wir befinden uns schon auf dem Rückweg zur Landsberger Hütte. Kurz vor der Hütte sind noch ein paar Murmeltiere geschäftig am hin und her hoppeln. Kurze Zeit später genießen wir eine kühle Erfrischung auf der Terrasse vor der Hütte.

Bilder Tag 2

Tag 3 – Tannheimer Berge

Die Schochenspitze: Nachdem unsere erster Versuch des Gipfelsturms Monate vorher etwas verregnet und vernebelt war, uns beim zweiten Mal die untergehende Sonne zum keine Zeit auf dem Gipfel ließ, heißt es jetzt, wir erklimmen den Gipfel zum dritten Mal. Bei klarer Sicht, strahlender Sonne und gefühlten 25°C geht es los. So zum Abschluss einer Trekking-Tour gehört schon eine gescheite Gipfelbesteigung. Nach dem kurzen aber knackigen Aufstieg erstreckt sich vor uns nochmal das gesamte Tannheimer Bergpanorama, endlich sehen wir den Traualpsee mal gleichzeitig mit der Lache. Das Panorama gibts witzigerweise auch auf Youtube. Da werden Erinnerungen wach! Das äußerst seltene Edelweiß haben wir auch noch entdeckt. Es stimmt tatsächlich, dieses etwas plüschige Gewächs gedeiht an schwierigen Höhenlagen. Dieser Positionierung verdankt die alpine Schönheit letztlich auch seine Berühmtheit.

Ich trenne mich nur schweren Herzens von der Schochenspitze, denn ich weiß: Danach gehts nur noch abwärts. Und das ist nicht gerade meine Lieblingsdisziplin. Der Wiesenpfad den wir hinabsteigen, ist technisch nicht schwierig, nur zieht er sich zum Schluss dann doch ziemlich. Die Sonne steig immer höher und brennt auf unsere Köpfe. Wir sind auch beim Abstieg wieder fast allein,  genießen die Ruhe. Moment, so ganz allein sind wir dann doch nicht. Der Wegesrand ist von riesigen Ameisenhügeln bevölkert. Ja, richtig, Mehrzahl. Wir haben angefangen die Hügel zu zählen. Bei 60 geben wir aber auf. Ein Gewusel ist das und das mitten in der Mittagshitze. Davon können wir uns ein Stück abschneiden, denn ganz so flink sind wir nicht mehr.

Pause wollen wir am Weißenbach machen. Das der Zeitpunkt immer näher rückt, können wir förmlich hören, an der immer lauter werdenden Geräuschkulisse des Wasser. Wenn ich mir das so vorstelle, eiskaltes Wasser fließt über meine mittlerweile dampfenden Füße – herrlich. Aber bis es soweit ist müssen wir das Hochufer noch hinabsteigen. Eine gefühlte Ewigkeit bei gefühlten 30°C im Schatten über den Tannheimer Bergen. Dann, endlich, vor uns zieht sich ein Strom glasklaren Wassers vorbei: Der Weißenbach. Wir sind endlich unten am Wasser. Hier sind wir nicht die ersten, auch eine Gruppe junger Leute hat sich bereits ein gemütliches Plätzchen gesucht. Wir überqueren die Holzbrücken und lassen uns im Schatten nieder. Schnell die Schuhe ausziehen, Luft anhalten und rein ins kalte Wasser. Wow, das ist wie heiß auf kalt. Das weckt neue Lebensgeister und fördert ganz nebenbei die Durchblutung, Da ich ja ein Nordlicht bin, finde ich das Geräusch von Wasser sehr entspannend, ich könnte glatt wegdösen. Aber da Alex meinen Zufluss mit einer Barriere aus Steinen schon fast wieder trockengelegt hat – er baut einen Staudamm – muss ich meinen Platz verteidigen. Da bleibt kaum Zeit zum Dösen.

Der Forstweg nach Rauth. Für uns geht’s aber bald noch mal bergauf zur Krinnenalpe. [Tannheimer Berge]

Der Forstweg nach Rauth. Für uns geht’s aber bald noch mal bergauf zur Krinnenalpe.

Der lange Weg zurück

Am Ende unserer Wandertour durch die Tannheimer Berge wird’s dann nochmal spannend. Laut Karte müssen wir noch per gesicherter Stelle den Fluss überqueren. Das ist immer sehr abenteuerlich, da man nie so genau weiß, was denn eigentlich mit „gesicherter Passage“ in einer Wanderkarte gemeint ist. Im Endeffekt hangeln wir uns an einer Kette über eine flache Stelle am Bach. An- und Abstieg sind engere Passagen am Fels – nach oben und nach unten steile Felswände – die ebenfalls gesichert sind.

Langsam streiken meine Füße. Immerhin müssen wir die Kilometerzahl vom Anfang der Tour wieder irgendwie zurückgehen. Dabei haben wir jetzt schon drei Tage straffes Wanderprogramm hinter uns. Ein Blick auf die Karte sagt uns, dass wir die Wahl haben: Entweder ein kurzer Aufstieg zurück zur Krinnenalpe oder der Abstieg nach Rauth und anschließend ein langer Talrückweg zum Parkplatz. Wir entscheiden uns für den Anstieg, da freut mein Bergsteigerinnenherz natürlich sehr. Was wir nicht bedacht haben – ein Anstieg bei gefühlten 30°C am Ende eines langen Wochenendes, bei zur Neige gehendem Trinkwasser, ist schon sehr gewagt. Mit letzter Kraft schaffen wir es auf den Höhenweg, als  uns ein freundlicher älterer Herr entgegenkommt. Wir plauschen kurz, er bietet uns Trinkwasser an und bestätig, dass es zur Alm nicht mehr weit ist. Zum Glück! ich für meinen Teil fühle mich schon leicht ausgetrocknet.

Der Sessellift fährt auch noch, so dass wir wie auf dem Hinweg mit dem Lift fahren. Im Endeffekt müssen wir das auch, damit sich der (Wander-)Kreis vernünftig schließt. Nach einer kühlenden Apfelschorle für mich und einem isotonischen alkoholfreien Weißbier für Alex geht’s dann abwärts. Wahnsinn, noch vor wenigen Tagen sind wir hier doch erst losgewandert.

Das Fazit: Eine Wahnsinnstour durch die Tannheimer Berge, mit superschönen Impressionen, abwechslungsreichen Wegen, jeder Menge Gipfelpanoramen und den besten Begleiter, den ich mir vorstellen kann! Das schreit geradezu nach Wiederholung.

Bilder Tag 3

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