Klippentour zum Cap Leucate – Zentralpyrenäen Teil 9/10

Das Cap Leucate befindet sich am Golfe du Lion an der französischen Mittelmeerküste. Es gehört zu der Gemeinde Leucate. Am Cap herrscht eine große Orchideenvielfalt. Die Blüte dieser schönen Blumen beginnt sogar schon zum Teil im Februar. Die einfache Variante ist auf der Küstenkrone entlang zu wandern – hin und zurück. Wer es abenteuerlicher mag, der kann den Hinweg auch am Fuße der Klippen nehmen.

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Tourensteckbrief

  • Charakter:
    Wandern (T1)
  • Anforderung:
    Kondition, Trittsicherheit
  • Start/Ziel:
    Parkplatz in La Franqui
  • Distanz: 6 km
  • Reine Gehzeit: 2:00 h
  • Höhenmeter: ↑ 215 m • ↓ 215 m
  • Einkehr/Übernachtung:
    Strandcafé in La Franqui

Etappen & Gehzeiten

  • Cap Leucate (1:00 h)
  • La Redoute (1:45 h)
  • La Franqui (2:00 h)

Sehenswürdigkeiten

La Redoute

Klippenkraxeln zum Cap Leucate

Die Sonne brennt. Das freut auch die zahlreichen Kitesurfer, die sich am breiten Strand von Franqui für ihren Wellenritt vorbereiten. La Palme gilt als einer der beliebten Surfspots in Frankreich. Die, die sich nicht auf die Bretter trauen, haben auf jeden Fall immer ganz großes Kino vor sich. So auch wir, als wir uns von der Promenade zum schmalen Pfad in Richtung Cap Leucate begeben. Sieht am Anfang ganz leicht aus. Warum die Tour im Rother Wanderführer mit “schwierig” ausgewiesen ist, wird uns rasch klar: Links von uns befindet sich das türkisblaue Meer, rechts von uns die Klippen der Steilküste und dazwischen, da müssen wir durch. Unseren Weg ebenen große und kleine, aber vor allem sehr raue Gesteinsbrocken mit Fossilieneinlagen, die irgendwann von der Wand der Steilküste runtergekommen sind. Sehr vertrauenserweckend.

Wir springen mehr oder weniger elegant von Brocken zu Brocken, an zwei Stellen geht’s dann nur noch auf allen Vieren. Das Cap Leucate müssen wir uns wirklich erst verdienen. Wie gut, dass ich mittlerweile ein bisschen Bouldererfahrung habe. Wenngleich diese sehr unebenen Gesteinsoberflächen leider wenig dazu taugen. Die Mittagssonne brennt uns auf die bemützten Köpfe. Der Weg zieht sich – zum Glück weht eine leichte Brise. Wir fragen uns, ob hier tatsächlich schonmal jemand vor uns auf die völlig abstruse Idee gekommen ist, unten die Steilküste entlagzugehen. Vermutlich nur wenige Abenteuerlustige.

Nach unendlich vielen Kurven – beinahe hinter jeder hätten wir gedacht, dass wir es geschafft haben – sind wir endlich am Ziel dem Cap Leucate: Einem kleinen, weißen Sandstrand, der ganz im verborgenen einer kleinen Bucht liegt. Das finden nur die Hartgesottenen. Und ein paar Wanderer, die den einfachen Weg oberhalb der Klippen hierher gewählt haben. Wirklich traumhaft! Ich wittere meine Chance auf ein bisschen chillen am Strand. Und bekomme sie auch – Alex ist fasziniert von der kleinen Brandung und versucht eine Strandburg in die Wellen zu bauen. Was ihm dann letztendlich auch gelingt.

Glücklich schlendert Karo barfuß den Strand entlang. [Cap Leucate - Südfrankreich]

Glücklich schlendert Karo barfuß den Strand entlang.

Rückwegschlenderei & Strandcafé

Schweren Herzens müssen wir uns irgendwann wieder auf den Rückweg machen. Ich hätte noch stundenlang so weiter vor mich hindösen können. Zurück geht’s dann wie im Wanderführer beschrieben üer einen Steilhang auf die Klippen rauf und an der Klippenkante entlang. Das ist im Gegensatz zu unserer Vormittagsklettereinlage ein gemütlicher Spaziergang. So schlendern wir entlang der Steilküste mit toller Aussicht auf das Meer. Allein sind wir jetzt natürlich nicht mehr. Aber so ein Perspektivenwechsel – erst am Fuß er gefährlich brüchig wirkenden Klippen, dann auf ihrer Krone – hat doch auch was. Der Weg ist doch länger als gedacht. Und das haben wir auf den Hintour alles über Gesteinsbrocken absolviert?

Wir machen kurz vor La Franqui am La Redoute halt und bestaunden die kleine Klippenkapelle. Ein Blick zurück zum Cap Leucate und weiter geht es, zurück zum Ausgangspunkt. Wieder an der Strandpromenade angekommen, gibts erstmal einenEisbecher. Ich habe sogar statt der ausgewiesenen 3 Kugeln eine obendrauf bekommen, da sich der Kellner mit einer Sorte vertan hatte. Also ein rundum gelungener Strandtag für alle, die chillen und sich trotzdem bewegen wollen. Am Ende gibt es Eis satt und der Strand ist auch nicht weit, wer davon noch nicht genug bekommen hat.

Bilder zur Tour

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Blick nach Süden Richtung Ammergauer Alpen. | Rothenrainer Moor
Von Königsdorf nach Fischbach – Im Rothenrainer Moor
Vom Hohen Peißenberg haben wir einen sehr guten Blick über die Alpenkette. | Hohen Peißenberg
Bergbau und Burgen am Hohen Peißenberg

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