Bloggerwanderung zur Isenburg

Eine herbstliche Burgenwanderung im Ruhrgebiet war mein Wunsch, als ich im Oktober 2014 in Essen zu Besuch war. Jens von hiking-blog.de ergriff gleich die Initiative und suchte eine wirklich schöne Tour aus, die nicht nur eine Perle der Burgen in der Ruhrregion bereit hielt – die Isenburg -, sondern auch ein wirklich schönes Landschaftsbild der Ruhrregion zeichnete. Und als Sahnehäubchen wurde das ganze kurzer Hand zur Bloggerwanderung ernannt, denn neben Jens und mir kamen noch fünf weitere Blogger mit auf den Trail. Das waren Daniela von landlinien.deAngelica von wandernbonn.deAxel von outdoorseite.de und Petra und Martin von jeepermtj.com. Um 10:00 Uhr war das Treffen  ausgemacht. Alle waren pünktlich und dann ging es auch gleich los.

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Tourensteckbrief

  • Charakter:
    Wandern (T1)
  • Anforderung:
    Kondition
  • Start/Ziel:
    Parkplatz im Wodantal
  • Distanz: 18 km
  • Reine Gehzeit: 4:30 h
  • Höhenmeter: ↑ 560 m • ↓ 560 m
  • Einkehr/Übernachtung:
    Gastronomie in den Ortschaften und Bio-Landhaus Wegermann

Etappen & Gehzeiten

  • Burgruine Isenburg (1:20 h)
  • Velbert-Nierenhof (3:20 h)
  • Bio-Landhaus Wegermann (4:25 h)
  • Parkplatz (4:30 h)

Sehenswürdigkeiten

Burg Isenburg (Isenberg)

Wandern im Ruhrgebiet zur Isenburg

Wir starten die Tour an einem Wanderparkplatz im Wodantal, südlich von Hattingen, nahe dem Bio-Landhaus Wegermann. Von dem Parkplatz gehen wir in Richtung des Bio-Landhauses an der Landstraße entlang. An dem Gasthaus geht es dann gleich rechts hinauf, erst über eine Teerstraße und bald in den Wald hinein – immer Richtung Norden. Jens erzählt uns dabei einiges zur Ruhrregion. Nach ca. 1,5 km führt uns unser Guide nach links, um den südlichen Ausläufern von Hattingen auszuweichen. Schön, dass wir hier immer noch im Wald bleiben. Als wir nach kurzer Zeit dann doch auf den Waldrand treffen, öffnet sich der Blick nach Süden über ein weites Feld, das in der Ferne von einer Hochspannungsleitung überspannt wird. So stell ich mir die Ruhrromantik vor: Eine Mischung aus Natur, Mensch und den Hauch von industriellem Komfort. Da fehlt mir eben nur noch die Burgruine Isenburg.

Die erreichen wir nach ca. 6 km, nachdem wir zwei Berge … naja Berge … Hügel umrundet und schon einige Gespräche untereinander geführt haben. Der Tag ist herrlich: Sonne, blauer Himmel mit vereinzelt weißen Wolken. Fast ein bayrischer Himmel: weiß-blau. Durch die Baumwipfel dringen immer wieder die Sonnenstrahlen auf den Waldboden. Es geht mal auf einem Forstweg und dann wieder auf einem Pfad, der uns über Baumstämme und Wurzeln führt, immer näher zur Isenburg – bergauf, bergab. Wir queren eine Straße und dann eine zweite. Schließlich geht es zum Anstieg auf die Burgruine Isenburg. Die Burganlage betreten wir über die Nordseite, die von einem Halsgraben abgesichert ist.

Das Landhaus Custodis – ein Bau des 19. Jhd. | Burg Isenburg - Ruhrgebiet

Das Landhaus Custodis – ein Bau des 19. Jhd.

Auch Reste des einstigen Hauptturms und der Ringmauer sind hier noch erkennbar. Ein lautloses Fotogewitter entlädt sich aus den Kameras der gesamten Bloggergruppe. Und dann stehen wir auch schon in der Hauptburg. Von hier geht es weiter Richtung Nordosten, an dem Landhaus Custodis (erbaut im 19. Jhd.) herum und durch die Reste des ehemaligen Torturms in die Vorburg der Isenburg. Eine herrliche Aussicht über das Land und die Ruhr bietet sich uns hier oben am Kamm des Isenbergs.

Wir verlassen die Isenburg mit ihrer Länge von ca. 120 m (hier eine Rekonstruktion der Isenburg) und den Kamm des Isenbergs, auf dem sie thront an dem nordöstlichen Ende und steigen am Nordhang des Isenbergs ab. Unterwegs zerreißt sich die Bloggergruppe immer wieder in kleine Grüppchen, um sich dann doch wieder zu finden und gemeinsam weiter zu wandern. Nun geht es ein Stück parallel zur Ruhr bis wir Richtung Niederbonsfeld abbiegen. Das Dorf durchqueren wir und tauchen bald wieder in einen Hangwald ein. Am Fuße des Kamms führt uns der märchenhafte Weg nach Velbert-Nierenhof. Die Gelegenheit für eine Kaffeepause. Wir lassen Nierenhof hinter uns und umrunden den Hölterberg an dessen Südseite, bis Jens uns wieder Richtung Norden und unserem Tagesziel entgegenführt: dem Bio-Landhaus Wegermann. Das erreichen wir, nachdem wir um den Zipperberg einen Hakenschlagen, ihn damit umgehen und dann über den Raffenberg laufen und direkt auf das Wodantal und den Gasthof treffen. Der Abschluss: Leckeres Essen und süffige Erfrischung. Danach “zweimal umfallen” und wir trennen uns am Wanderparkplatz nach einer wundervollen Tour rund um die Burgruine Isenburg.

Die offene (AB-)Rechnung

Meine Rechnung, die ich nun mit den Bloggern seit einem Jahr offen habe, begleiche ich nun endlich mit diesem Artikel! Und nicht nur mit ihnen. Mit allen Bloggern will ich mal abrechnen! Denkt doch mal zurück an Eure ersten Artikel, die ihr in Euren Blogs veröffentlicht habt. Als alles noch neu und klein war. Das Regal der Outdoor-Blogs wird voller. Vielfältiger. Interessanter. Vieles mag sich gleichen, vieles ist einzigartig. Blickwinkel, Content und Menschen. Die Spannung der ersten Blogeinträge, der ersten Kontakte zu Blogger vergeht mit der Zeit. Ideen keimen auf, manche werde verworfen oder verstauben. Nur das Netzwerk der Outdoor-Blogger ist ein Garant für steten Austausch und für das Leben der Outdoor-Blogs. Für mich ist es das jedenfalls.

Die Bloggertruppe: Ein Beispiel für gelungene Vernetzung, Vielfalt und Verbundenheit. | Burg Isenburg - Ruhrgebiet

Die Bloggertruppe: Ein Beispiel für gelungene Vernetzung, Vielfalt und Verbundenheit.

Gemeinsame Unternehmungen sind das Ergebnis aus stetem Kontakt auf all den vielen Kanälen des Netzwerks. Und sie sind der Grund, weshalb ein Hobby nicht nur Hobby ist und weshalb die Leidenschaft zur Gemeinsamkeit mehr an Kontrast und Kontur gewinnt. Die Tour mit Jens, Daniela, Angelica, Axel und Martin und Petra zeigt einmal mehr, dass es nicht nur ein Netzwerk gibt. Manchmal kann man es als kleine Familie bezeichnen. Axel nennt es Klassenfahrt oder Stufentreffen. Jens nennt es die “lustre Schar” oder die Gilde der schreibenden Outdoor-Zunft. Ich nenn das Bereicherung. Denn meine Erfahrungen als Blogger habe ich bereits zuvor in einem anderen Genre gesammelt. Und die sagt mir, dass unsere Outdoor-Szene das Herz am rechten Fleck hat. Genau wie die Menschen, die dahinter stecken.

Darum möchte ich hier loswerden: Danke! Für die Treffen (meist eigentliche “blind dates”) und Touren, für die tollen Kontakte und für die Hilfen, die bemerkenswerterweise untereinander selbstverständlich sind. Für die bunte Vielfalt, die Offenheit, die Verbundenheit und die Nachhaltigkeit. Das ist meine Abrechnung nach drei Jahren Luftschubser mit unserer Outdoorblogger-Szene! Damit meine ich jeden von Euch!

cheers von der Isenburg
Euer Alex

Bilder zur Tour

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