Burg Isenberg Wanderung
Burgenwanderungen

Burg Isenberg Wanderung

20. September 2015 von Alex

Eine herbstliche Burgenwanderung im Ruhrgebiet war mein Wunsch, als ich im Oktober 2014 in Essen zu Besuch war. Jens von hiking-blog.de ergriff gleich die Initiative und suchte eine wirklich schöne Tour aus, die nicht nur eine Perle der Burgen in der Ruhrregion bereithielt, sondern auch ein wirklich schönes Landschaftsbild der Region zeichnete: Die Burg Isenberg Wanderung.

Mit sechs anderen Wander- & Outdoorbloggern treffe ich mich um zehn Uhr im Wodantal, südlich von Hattingen. Und schon geht es los mit dem ersten Etappenziel, der Burg Isenberg (Isenburg).

Die Burg Isenberg Wanderung ist 18,5 km lang und dauert ca. 5 Stunden.

Tourensteckbrief


Strecke: 18,5 km

Gehzeit: 5:10 h (ohne Pausen)

Aufstieg: 420 HM

Abstieg: 420 HM


Start & Ziel

Parkplatz im Wodantal

Anfahrt Bahn/Bus: keine

Anfahrt Auto: Das Ausgangspunkt der Burg Isenberg Wanderung erreicht ihr über Velbert nach Nierenhof fahren und dort über die Wodanstraße ins Wodantal. Kurz nach dem Landhaus Wegermann, kommt der Parkplatz linker Hand.🔗Routenplaner

Informationen: Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Aenean commodo ligula eget dolor. 🔗Verlinkung


Gastronomie & Unterkunft

Gastronomie auf Tour: verschiedene in Velbert-Nierenhof
Gastronomie am Ziel: Bio-Landhaus Wegermann


Etappen und Gehzeiten

Hinweg

Parkplatz Burg Isenberg1:40h
Burg Isenberg Velbert-Nierenhof2:00h
(3:40h)

Rückweg

Velbert-Nierenhof Parkplatz1:30h
(5:10h)

anforderungen

Schwierigkeit: Wandern – T1
Anforderungen: Stufe 2
Weg: Stufe 1
Gelände: Stufe 1
Gefahren: Stufe 1

Wegarten

Wanderweg: 3,5 km
18%
Feldweg/Forststraße: 9,5 km
50%
Asphalt/Straße: 6 km
32%

Burg Isenberg Wanderung

Unterwegs zur Burg Isenberg

Wir starten die Burg Isenberg Wanderung an einem Wanderparkplatz im Wodantal, südlich von Hattingen, nahe dem Bio-Landhaus Wegermann. Von dem Parkplatz gehen wir in Richtung des Bio-Landhauses an der Landstraße entlang. An dem Gasthaus geht es dann gleich rechts hinauf, erst über eine Teerstraße und bald in den Wald hinein – immer Richtung Norden. Jens erzählt uns dabei einiges zur Ruhrregion. Nach ca. 1,5 km führt uns unser Guide nach links, um den südlichen Ausläufern von Hattingen auszuweichen.

Schön, dass wir hier immer noch im Wald bleiben. Als wir nach kurzer Zeit dann doch auf den Waldrand treffen, öffnet sich der Blick nach Süden über ein weites Feld, das in der Ferne von einer Hochspannungsleitung überspannt wird. So stelle ich mir die Ruhrromantik vor: Eine Mischung aus Natur, Mensch und den Hauch von industriellem Komfort. Da fehlt mir eben noch die Burgruine Isenburg.

Die erreichen wir nach ca. 6 km auf der Burg Isenberg Wanderung, nachdem wir zwei Hügel umrundet und schon einige Gespräche untereinander geführt haben. Der Tag ist herrlich: Sonne, blauer Himmel mit vereinzelt weißen Wolken. Fast ein bayrischer Himmel: weiß-blau. Durch die Baumwipfel dringen immer wieder die Sonnenstrahlen auf den Waldboden.

Sehenswürdigkeit

Die Burg liegt auf einem steilen Bergrücken, 100 Meter über dem Ruhrtal. Der Bau der burg wurde im Jahr 1194 begonnen. 1200 wird die Burg in einer Urkunde erstmals erwähnt.

1225 ließ der Besitzer, Graf Friedrich von Isenberg den Kölner Erzbischof überfallen, der bei dem Überfall starb. Daraufhin wurde der Graf zur Rechenschaft gezogen, die Isenburg belagert und teils bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

Burg Isenberg Wanderung: Isenburg
Die Isenburg

Eine Umfangreiche Instandsetzung und Sicherung der Burgruine fand zwischen 1969 und 1990 statt.

🔗Burgenportät Burg Isenberg

Es geht mal auf einem Forstweg und dann wieder auf einem Pfad, der uns über Baumstämme und Wurzeln führt, immer näher zur Isenburg – bergauf, bergab. Wir queren eine Straße und dann eine Zweite. Schließlich geht es zum Anstieg auf die Burgruine Isenburg. Die Burganlage betreten wir über die Nordseite, die von einem Halsgraben abgesichert ist.

Auch Reste des einstigen Hauptturms und der Ringmauer sind hier noch erkennbar. Ein lautloses Fotogewitter entlädt sich aus den Kameras der gesamten Bloggergruppe. Und dann stehen wir auch schon in der Hauptburg. Von hier geht es weiter Richtung Nordosten, an dem Landhaus Custodis (erbaut im 19. Jhd.) herum und durch die Reste des ehemaligen Torturms in die Vorburg der Isenburg. Eine herrliche Aussicht über das Land und die Ruhr bietet sich uns hier oben am Kamm des Isenbergs.

Rückweg über Nierenhof

Wir setzen unsere Burg Isenberg Wanderung fort und verlassen die Isenburg mit ihrer Länge von ca. 120 m und den Kamm des Isenbergs, auf dem sie thront, an dem nordöstlichen Ende und steigen am Nordhang des Isenbergs ab. Unterwegs zerreißt sich die Bloggergruppe immer wieder in Grüppchen, um sich dann doch wiederzufinden und gemeinsam weiterzuwandern.

Nun geht es ein Stück parallel zur Ruhr, bis wir Richtung Niederbonsfeld abbiegen. Das Dorf durchqueren wir und tauchen bald wieder in einen Hangwald ein. Am Fuße des Kamms führt uns der märchenhafte Weg nach Velbert-Nierenhof. Die Gelegenheit für eine Kaffeepause.

Wir lassen Nierenhof hinter uns und umrunden den Hölterberg an dessen Südseite, bis Jens uns wieder Richtung Norden und unserem Tagesziel entgegenführt: dem Bio-Landhaus Wegermann. Das erreichen wir, nachdem wir um den Zipperberg einen Hakenschlagen, ihn damit umgehen und dann über den Raffenberg laufen und direkt auf das Wodantal und den Gasthof treffen. Der Abschluss unserer Burg Isenberg Wanderung: Leckeres Essen und süffige Erfrischung. Danach „zweimal umfallen“ und wir trennen uns am Wanderparkplatz nach einer wundervollen Burg Isenburg Wanderung.

Gedanken zur Outdoorblogger Gemeinde

Denkt doch mal zurück an Eure ersten Artikel, die ihr in Euren Blogs veröffentlicht habt. Als alles noch neu und klein war. Das Regal der Outdoor-Blogs wird voller. Vielfältiger. Interessanter. Vieles mag sich gleichen, vieles ist einzigartig. Blickwinkel, Content und Menschen. Die Spannung der ersten Blogeinträge, der ersten Kontakte zu Blogger vergeht mit der Zeit. Ideen keimen auf, manche werde verworfen oder verstauben. Nur das Netzwerk der Outdoor-Blogger ist ein Garant für steten Austausch und für das Leben der Outdoor-Blogs. Für mich ist es das jedenfalls.

Gemeinsame Unternehmungen sind das Ergebnis aus stetem Kontakt auf all den vielen Kanälen des Netzwerks. Und sie sind der Grund, weshalb ein Hobby nicht nur Hobby ist und weshalb die Leidenschaft zur Gemeinsamkeit mehr an Kontrast und Kontur gewinnt.

Die Tour mit Jens, Daniela, Angelica, Axel und Martin und Petra zeigt einmal mehr, dass es nicht nur ein Netzwerk gibt. Manchmal kann man es als kleine Familie bezeichnen. Axel nennt es Klassenfahrt oder Stufentreffen. Jens nennt es die Gilde der schreibenden Outdoor-Zunft. Ich nenne das Bereicherung. Denn meine Erfahrungen als Blogger habe ich bereits zuvor in einem anderen Genre gesammelt. Und die sagt mir, dass unsere Outdoor-Szene das Herz am rechten Fleck hat. Genau wie die Menschen, die dahinterstecken.

Darum möchte ich hier loswerden: Danke! Für die Treffen (meist eigentliche „blind Dates“) und Touren, für die tollen Kontakte und für die Hilfen, die bemerkenswerterweise untereinander selbstverständlich sind. Für die bunte Vielfalt, die Offenheit, die Verbundenheit und die Nachhaltigkeit.

Fazit

Die Burg Isenberg Wanderung eignet sich gut für Wanderer, die genug Kondition für 18 km Strecke und 400 Höhenmeter auf einer Tour haben. Ansonsten stellt diese Wanderung keine besonderen Anforderungen. Die Wege sind durchgehend leicht zu meistern und die Landschaft ist hier einfach abwechslungsreich und wundervoll.

Auf der Burg Isenberg Wanderung war ich mit folgenden Wander- & Outdoorbloggern unterwegs:

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