Winterwanderung auf den Hirschberg

Wir unternehmen eine Winterwanderung auf den Hirschberg. Ein 1.668 Meter hoher Gipfel, der südlich des Tegernsees liegt und entweder von Bad Wiessee oder von Scharling aus erklommen werden kann. Er ist ein gutmütiger Berg für’s ganze Jahr: Sommer- und Winterweg führen über den Kratzer zum Gipfel.

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Tourensteckbrief

  • Charakter:
    Bergwandern (T2)
  • Anforderung:
    Kondition, Trittsicherheit
  • Start/Ziel:
    Parkplatz Scharling (gebührenpfl.)
  • Distanz: 12,5 km
  • Reine Gehzeit: 4:30 h
  • Höhenmeter: ↑ 900 m • ↓ 900 m
  • Einkehr/Übernachtung:
    Hirschberghaus

Etappen & Gehzeiten

  • Versorgungslift Talstation (1:30 h)
  • Gipfel Kratzer (2:00 h)
  • Gipfel Hirschberg (2:40 h)
  • Hirschberghaus (3:00 h)
  • Wanderparkplatz Scharling (4:30 h)

Ausrüstung  und Verantwortung …

… ist einfach wichtig. Und so haben Karo und ich wintertaugliches und alpines Schuhwerk an, sind wie eine Zwiebel eingepackt und arbeiten uns mit unseren Teleskopstöcken nach oben. Der Fahrweg ist bis zur Materialseilbahn des Hirschberghauses gut begehbar und sogar die Sonne scheint. Spätestens ab der Talstation der Seilbahn sind Grödeln absolut hilfreich. Also ziehen wir diese Halbsteigeisen an und beginnen den Anstieg zum Gipfel des Kratzers, der ziemlich steil ist und ein wenig ausgesetzt wirkt.

Wir kommen endlich auf dem Kratzer an. Ein Blick zurück zeigt, dass die junge Frau den steilen Anstieg doch abgebrochen hat und umkehr – Gott sei Dank. Es ist einiges los hier oben. Wir sehen Schneeschuh- und Tourengeher. Wanderer mit Grödeln oder eben nur in Bergschuhen. Mit was man eben so ein Winterwanderung auf den Hirschberg unternehmen kann. Wir wollen noch auf den Gipfel und gehen weiter.

Winterwanderung zum Hirschberg

Wir steigen den Bergrücken hinauf, der in einer langen Rechtskurve auf den Gipfel führt. Kurz vor dem Gipfel kommt uns ein Tourengeher entgegen, mehr ist ist hier nicht los. Auf dem Gipfel angekommen, treffen wir auf ein Grüppchen, dass sich gerade an den Abstieg macht. Und damit haben wir den Gipfel für uns alleine. Eine wirkliche Seltenheit in den Voralpen. Klasse, denk ich mir: Wenn’s läuft, dann läuft’s. Es ist traumhaft: Im Osten der Wallberg, im Süden die Blauberge, der Guffert und vor unserer Nase der Roß- und Buchstein. Westlich der Fockenstein. Wir genießen die Ruhe und die Weite um uns herum, trinken ein wenig Tee und machen anschließend Fotos. Nach einer Weile steigen auch wir wieder ab, übergeben den Gipfel an ein paar Neuankömmlinge, die sich sicherlich auch über den “einsamen” Gipfel freuen.

Angekommen auf dem Hirschberg. Im Hintergrund der Tegernsee. | Winderwanderung Hirschberg

Angekommen auf dem Hirschberg. Im Hintergrund der Tegernsee.

Eine kleine Brotzeit und einen Kaffee gönnen wir uns auf dieser Winterwanderung, bevor wir wieder den Abstieg ins Tal antreten. Zuerst geht es ein kurzes Stück zurück auf den Kratzer. Wir blicken noch mal in die Runde: Der Hirschberg … und was ist das, drüben im Westen? Das ist der Starnberger See, ein Silberstreif in dämmriger Kulisse. Den bekommt man von hier ebenfalls sehr selten zu sehen. Wir unterhalten uns kurz mit einem älteren Herrn, der dann alleine den Abstieg beginnt. Er ist sehr schnell und wir verlieren ihn aus den Augen.

Für den Abstieg einen Schlitten

Auf dem Kratzer pfeift uns der Wind eisig um die Nase und verweht den Schnee ordentlich. Irgendwann kürze ich dann die Serpentinen ab und rutsche den Abhang runter. Macht riesig Spaß: So eine Art Po-Freeride. Ein Tipp: Nehmt Euch einen Schlitten mit, parkt diesen an der Talstation der Materialseilbahn und auf dem Rückweg geht es dann mit dem Schlitten ca. 4 km bergab auf der Forststraße, die ab 12:00 Uhr mit dem Schlitten befahren werden darf. Das machen auch noch einige Nachzügler und überholen uns auf halber Strecke ins Tal. Wir haben keinen Schlitten dabei: Mist!

Im letzten Drittel der Winterwanderung machen wir an einer Bank halt und nehmen die Grödeln ab. Wir sind auf ca. 900 m und ab hier gibt es bereits kaum mehr Schnee. Neben der Bank liegen zwei einzelne Schlittenkuven. Scheint hier ja ziemlich hoch her zu gehen. Wir verlassen nach einer Weile den Wald, es dämmert schon. Auf dem Parkplatz sehen wir nun noch unser Auto: Mal wieder die Letzten.

Bilder zur Tour

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Blick zum Karkopf und auf den Hochries dahinter. | Feichteck und Karkopf - Chiemgauer Alpen
Feichteck und Karkopf in den Chiemgauer Alpen
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Zum Cirque de Troumouse – Zentralpyrenäen Teil 6/10

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