„Daran erkenn ich meine Pappenheimer„, sagte Wallenstein, Feldherr während des Dreißigjährigen Krieges, anerkennend zu den Pappenheimer Kürassieren. Das Ganze in Schillers Werk: Wallensteins Tod. Die Burg Pappenheim sitzt auf einem Bergsporn an dessen Fuß sich der gleichnamige Ort angesiedelt hat. Burg und Ort Pappenheim liegen am Altmühltal Panoramaweg und werden von einer Schleife der Altmühl eingeschlossen.

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Lage & Infos Burg Pappenheim

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Beschreibung

Die Burg Pappenheim liegt auf einem schmalen Felsrücken, der von der Altmühl auf drei Seiten umschlossen ist. Im Westen liegt die Vorburg, deren zwei markanten, runden Schalentürme über dem Graben aufragen. Die Vorburg wird an ihrer Nordseite betreten. Die beiden Gebäude der Vorburg: Preißingerhaus und Eselstall.

Die Hauptburg der Burg Pappenheim, wird über eine Brücke, die den Halsgraben überspannt, an der Westseite von der Vorburg aus betreten. Dort wartet der sofort der mächtige Bergfried auf. Seine Seitenlänge beträgt 11 m und die Dicke der Mauern sogar etwas über 3 m. Mit seinen 4 Stockwerken misst er 25 m in der Höhe.

An der Südseite der Hauptburg steht der ehemalige Palas. Reste der Burgkapelle befinden sich über einem weiteren Tor in der Hauptburg. Am Ostende der Hauptburg bilden zwei mächtige und runde Kanonentürme den Abschluß.

Historie

Pappenheim selbst erfährt erstmals um 802 als Pappinheim Erwähnung, als dem St. Gallener Kloster Ländereien an der Altmühl übertragen wurden. Dem Pappenheimer Grafengeschlecht, das unter den Saliern und Staufern stetig zu Ansehen gekommen ist, wird 1193 die Marschallwürde verliehen. Fortan sind die Grafen von und zu Egloffstein Reichserbmarschalle des Kurfürsten von Sachsen. Bereits Anfang des 11. Jahrhunderts wurde auf dem Fels über der Altmühl ein „niedrig aufgebauten Thurn“ erwähnt.

Die Burg Pappenheim selbst wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Bis 1180 entstand die Hauptburg. Die Burgkapelle wurde in dieser Zeit eingeweiht. Die Vorburg wurde erst ca. 100 Jahre später erbaut: bis 1280. Die ganze Anlage wird bis ins 16. Jahrhundert weiter ausgebaut und befestigt.

Die Kanonentürme der Hauptburg wurden gegen 1580 fertig gestellt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg an die schwedischen Truppen übergeben und nahm dabei erheblichen Schaden. Gegen 1705, als Pappenheim an französische Truppen fiel, wurde die Burg vollends zerstört. Der Burgenverein Pappenheim e.V. arbeitete nach 1960 erfolgreich an der Sicherung der Burganlage.

Heute ist die Burg Pappenheim in Besitz des Grafen von und zu Eglofstein. Sie ist gegen Eintritt zugänglich und bietet neben einem fabelhaften Blick über die Stadt Pappenheim und einer einladenden Schlossschänke, natürlich vor allem ein Historisches Museum und ein Natur- und Jagdmuseum. Zudem sind Taufen und Trauungen auf der Burg möglich.

Bilder zur Burg Pappenheim

Literatur

  • Schlösser und Burgen in Mittelfranken von R. Bach-Damaskinos, J. Schabel, S. Kothes – ISBN: 3-87191-186-0
  • Wehrhaftes Franken – Band 1 von Ursula Pfistermeister – ISBN: 3-418-00384-2
  • Burgen des Deutschen Mittelalters von F. W. Krahe – ISBN: 3-86047-219-4
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Burg Schwärzenberg: Blick auf die Südseite der Kernburg. Areal davor ist die Vorburg.
Burg Schwärzenberg (Schwärzenburg/Schwarzenberg) – Kreis Cham
Schloss Arnsberg: Blick aus Arnsberg hinauf zur Burgruine und zum Schloss.
Schloss Arnsberg (Arensberg) – Kreis Eichstätt

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