Das Residenzschloss Urach in Bad Urach ist ein Schlossbau, der massiv im Erdgeschoss ist, während die oberen beiden Stockwerke in Fachwerkständerbauweise mit Streben, Kopf- und Brustriegel aufwarten. Heute ist Residenschloss von außen frei zugänglich. Das Innere kann in Rahmen von Führungen besichtigt werden.

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Lage & Infos Residenzschloss Urach

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Beschreibung

Schloss Urach teilt sich auf in das Professorengbäude (Kameralamtsbau), in den Torturm und Torwartgebäude (die Schlossverwaltung), in den Schlosshof mit Brunnen und den eigentlichen Schlossbau auf. Der Hauptbau selbst setzt sich aus einem massiven Rechteck, dass durch ein Satteldach gedeckt ist und dem Anbau an der Westseite, bestehend aus Fachwerk mit einem Walmdach, sowie aus dem südseitigen Erker mit Pforte, dem Südturm, zusammen.

Der Innenausbau des Residenzschlosses Urach hält einige interessante Räume bereit: Die Dürnitzhalle im Erdgeschoss mit einem Kreuzrippengewölbe. Der Palmensaal, Weißer Saal und das Assembléezimmer befinden sich im ersten Stockwerk. Im zweiten Obergeschoß befinden sich der Waffensaal, der Goldene Saal und das Rondellzimmer. Das Schloss wurde um 1443 als Residenz erbaut.

Der Südturm weist dabei eine besondere Form auf. Während er im Erdgeschoß einen runden und massiven Sockel mit Pforte aufweist, sind die beiden Obergeschosse polygonal und in Fachwerkbauweise beschaffen. Bereits 1474 wird Schloss Urach modernisiert. Aufgrund der Hochzeit des Grafen Eberhard mit Barbara Gonzaga entstehen der Palmensaal, die Dürnitz und der Goldene Saal.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden im ersten Obergeschoss Umbauarbeiten durchgeführt, die große Bereiche in Appartements unterteilt. Die Räume im zweiten Stockwerk wurden umfangreich modernisiert. 1960 wurde statische Sicherungsmaßnahmen durchgeführt und ein Museum im Schloss eingerichtet.

Historie

Entstehung

Schloss Urach wurde 1443 durch Graf Ludwig I. von Württemberg erbaut. Graf Eberhard V. mit Beinamen im Bart, übernahm Regierung und das Residenzschloss Urach. Er heiratete 1474 und ließ anlässlich seiner prunkvollen Hochzeit das Schloss im Inneren modernisieren. 1518 residierte Kaiser Maximilian – der letzte Ritter – in Schloss Urach. Ein Jahr später ergab sich die Stadt Urach dem Schwäbischen Bund.

Erst 1534 kehrte Herzog Ulrich nach Urach zurück und ließ den südlichen Rundturm neu errichten. 1546 wurde Urach während des Schmalkaldischen Krieges von spanischen Truppen besetzt. In den Jahren 1611/12 wurde der Hof von Stuttgart vorübergehend ins das Schloss Urach verlegt. 1634 wurde Urach durch kaiserliche Truppen eingenommen. In der Zeit werden ein Teil der kaiserlichen Soldaten im Schloss Urach untergebracht.

Das Schloss heute

1663/64 erteilte Herzog Eberhard III. den Auftrag zur Erneuerung des Schlosses Urach. 1762-1770 wurden am Schloss Urach weitere Um- und Ausbauarbeiten durchgeführt. Schloss Urach wurde seit vielen Jahren bereits kaum mehr genutzt, als 1819 König Wilhelm I. von Württemberg beinahe das gesamte Mobiliar des Schlosses versteigern ließ.

Zwei evangelische Geistliche nutzen um 1829 Schloss Urach als Dienstwohnung. Erst im Jahr 1906 führte man teilweise Erneuerungen am Schloss durch. Schließlich wurden 1960 grundlegende Renovierungen, Instandsetzungen und statische Sicherungen durchgeführt. Ein Museum wurde in den Räumen von Schloss Urach eingerichtet.

Bilder Residenzschloss Urach

Literatur

  • Burgenführer Schwäbische Alb – Band 4 – ISBN: 3-924489-58-0
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Burg Hohenneuffen: Blick auf Hohenneuffen von Südosten.
Burg Hohenneuffen – Kreis Reutlingen
Festung Hohenurach: Blick über den Nordflügel mit Hofküche und Backofen, bis zum Mauergiebel.
Festung Hohenurach – Kreis Reutlingen

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