Burg Bechthal – Kreis Weißenburg-Gunzenhausen

Burg Bechthal – Eine Kleinst-Burg des Bistums Eichstätt

Die Burg Bechthal ist eine sehr kleine Burgruine auf einem langgezogenen Sporn über dem Bechthaler Weiher und am kleinen Lauf der Anlauter, nahe Raitenbuch-Bechthal und dem Raitenbucher Forst. Ihr Verfall wird im Dreißigjährigen Krieg durch schwedische Truppen eingeläutet. Heute ragen ihre Mauer- und Turmrest markant über dem Anlautertal auf. Sie erinnern ein wenig an Zahnruinen. Im Grunde ist die Burg Bechthal bis heute kaum erforscht.

Lage & Infos Burg Bechthal

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Beschreibung

Burg Bechthal besteht aus einer kleinen Hauptburg und einer östlich gelegenen Vorburg, die von der Hauptburg durch einen Halsgraben abgetrennt ist. Die Vorburg weist keine Spuren vom ehemaligen Mauerwerk mehr auf. Die Hauptburg besitzt an der Ostseite einen Bergfried, von dem heute noch viel erhalten ist. Seine Mauerstärke beträgt 1,5 Meter und sein Grundriss 5,5 x 5,5 Meter. Die heutige Höhe des Turms beläuft sich auf ca. 30 Meter.

Neben dem Bergfried befindet sich heute eine rechteckige Bodenvertiefung, die auf ein ehemaliges Gebäude hinweist. An der Westseite der Hauptburg, die ca. 30 x 35 Meter Grundfläche hat, steht der Mauerrest eines Eckturms in dem einst die Ringmauer der Hauptburg mündete. Von dieser sind nur noch wenige Mauerreste und Wälle im Boden übrig.

Vieles ist von Buschwerk überwuchert. Der Hauptburg ist im Westen eine weitere kleine Vorburg vorgelagert, die ebenfalls durch einen Halsgraben von der Hauptburg getrennt ist. Die ganze Anlage der Burg Bechthal zeichnet sich von vielen Gräben und Wällen aus.

Historie

Die Entstehung der Burg Bechthal ist nicht genau datiert. Sie wird in das 12./13. Jahrhundert geschätzt. Die Burg soll auch auf einer früheren Abschnittsbefestigung erbaut worden sein. Die Herren von Bechthal (Pechthal) werden erstmals um 1158 erwähnt und standen damals im Dienste des Bistums Eichstätt.

Möglich, dass die Burg bereits zu dieser Zeit erbaut war. Belegt ist, dass im Jahr 1352 die Hälfte der Burg von Konrad von Bechthal an die Herren von Heideck zum Lehen gegeben wurde. Witzigerweise nahm Konrad bald diese Hälfte wieder als Lehen von den Heideckern zurück. Grund war sicher Geldmangel.

1414 kauft Rüdiger von Erlingshofen die Burg Bechthal mit allen dazugehörigen Gütern. Die Herren von Erlingshofen halten bis 1473 zumindest noch Teile der Burg. 1544 besitzt das Bistum Eichstätt bereits die Hälfte der Burg. Ab 1557 gehört die Burg Bechthal dann zur Gänze dem Bistum Eichstätt.

Die Burg beginnt jedoch bald zu verfallen uns soll um 1633 von schwedischen Truppen im Dreißigjährigen Krieg ganz zerstört worden sein. Erst 1983/84 wurde der Baubestand der Burg Bechthal gesichert.

Bilder zur Burg Bechthal

Literatur

  • Wehrhaftes Franken – Band 1: um Nürnberg – ISBN: 3-418-00384-2
  • Schlösser und Burgen in Mittelfranken – ISBN: 3-87191-186-0
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Schloss Aicholding: Kapelle St. Martin und Herrenhaus - Südansicht.
Schloss Aicholding – Kreis Kelheim
Burg Rettenberg: Innenansicht der Nordmauer.
Burg Rettenberg (Vorderburg) – Kreis Oberallgäu

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