Burg Derneck (Degeneck) – Kreis Reutlingen

Burg Derneck (auch Degeneck) ist eine vielbesuchte Burg im Tal der Großen Lauter auf der Schwäbischen Alb. Die Höhenburg in Spornlage wurde auf einem 655 m hohen Höhensporn errichtet und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Heute ist ein Wanderheim in den Mauern der Burg zuhause.

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Lage & Infos Burg Derneck

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Beschreibung

Die Burg Derneck ist die jüngste Burganlage im Tal der Großen Lauter. Der Zugang zur kleinen Anlage befindet sich an der Nordseite. Dort erwartet den Besucher, nach dem Überqueren des 8 bis 10 m breiten Halsgrabens, ein ca. 480 m² großer Zwinger. Der dient als eine Art Vorburg und deckt die Nordflanke der Burg.

Dem unmittelbar angeschlossen ist ein sehr kleiner Zwinger, der die Reste der über 15 m breitem Schildmauer – auch Steinhaus genannt – einrahmt. An der Ostseite der Schildmauer steht ein nach innen gerichteter Rundturm.

Passieren kann man den Zwinger und die Schildmauer der Burg an deren Westseite und gelangt somit zum Burgtor – Neues Tor – durch das man entlang der westlichen Ringmauer in die Hauptburg gelangt. Das ehemalige Forsthaus, das heute Platz für Übernachtungsgäste bietet und der Burgbrunnen sind unmittelbar angegliedert.

An der Südseite der Burg befinden sich ein Schuppen und die ehemalige Scheuer, heutige Burgschänke. Süd- und Ostseite der Burganlage sind durch einen sehr schmalen Zwinger, außerhalb der Ringmauer, geschützt, der einst in dem großen Zwingerbereich an der Nordseite mündete. An der östlichen Ringmauer, die später in der Schildmauer mündet, befinden sich der Holzschopf und das niedrige Backhaus.

Inmitten dieser Anordnung liegt der kleine Burghof. Möglicherweise ist es der sehr späten Erbauung zuzuschreiben, dass die Burg nie einen Bergfried besaß. Abschließend sollen auch nicht die markanten Buckelquader der Schildmauer unerwähnt bleiben, deren Randschlag ca. 4 cm misst und die in unterschiedlicher Bearbeitung – 53×55 cm, 60×34 cm und 60×48 cm – in das Steinhaus eingearbeitet sind.

Historie

Die Erbauung der Burg Derneck wird auf das Jahr 1350 datiert. Im Februar 1351 nennt sich erstmals ein Degenhard I. von Gundelfingen auch „von Degeneck“. Danach wechselt der Besitz einige male. Swigger XXII. wird als derjenige genannt, der 1365 den Besitz an Burg verpfändet. Und zwar zur Hälfte an seine Mutter sowie an Werner von Zimmern. Die zweiten Hälfte verpfändete er an seinen Bruder Stephan I.

Während des 14. und 15. Jahrhunderts erfährt die Burg Derneck Aus- und Umbauten. Der Besitz der Burg bleibt bis ins Jahr 1546 bei deren von Derneck. Mit dem Tod des letzten Gundelfingers, geht die Burg an die Herren von Helfenstein. Im Jahr 1627 geht der Besitz der Burg an das Haus Fürstenberg.

20 Jahre später wird die Burg an die Geschwister Speth von Zwiefaltendorf verkauft. Später an Hektor von Beroldingen. Im gleichen Jahr – in den letzten Zügen des Dreißigjährigen Krieges – erhielten die Bewohner des nahegelegenen Münzdorf das Flüchtungsrecht auf Burg Derneck.

Im Oktober 1686 ereignete sich auf tragische Weise der Mord an einer Frau und ihren drei unmündigen Kindern. Die Tat bleibt jedoch ungeklärt. Im 18. Jahrhundert wird Burg für 9.000 Gulden an Haus Fürstenberg zurück verkauft. Die Fürstenberger beginnen 1768 mit umfassenden Instandsetzungsarbeiten und lassen auf den Resten eines Gebäudes an der westlichen Ringmauer das Jägerhaus errichten.

1828 erwirbt das Königreich Württemberg die Burg Derneck. Die Burg dient zwischen 1928 und 19665 als Unterkunft für Forstbedienstete. Erst in den Jahren 1967/68 werden erneut Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Der Schwäbische Albverein richtet in Burg Derneck ein Wanderheim ein.

Bilder zur Burg Derneck

Literatur

  • Burgenführer Schwäbische Alb – Band 2 – ISBN: 3-924489-45-9
  • Im Tal der Burgen – Das Große Lautertal auf der Schwäbischen Alb – ISBN: 3-87181-449-0
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Burg Schülzburg: Blick von Anhausen auf die Südwestseite der Burg.
Burg Schülzburg (Schiltenburg) – Kreis Reutlingen
Burg Hohengundelfingen: Blick auf die Westseite der Kernburg mit Bergfried.
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