Burg Maisenburg – Kreis Reutlingen

Die Burg Maisenburg liegt auf rund 620 Metern Höhe und thront damit gut 45 Meter über dem Tal der Großen Lauter auf einem Bergsporn. Es handelt sich bei der Maisenburg um eine kleine Burganlage nach Art der Schildmauerburgen. In der Vorburg ist heute das Hofgut Maisenburg beheimatet, das Platz für Feiern und Tagungen in den historischen Bauten der Maisenburg bietet.

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Lage & Infos Burg Maisenburg

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Beschreibung

Burg Maisenburg ist eine kleine Schildmauerburg auf einem Bergsporn über dem Lautertal. Sie besitzt nach Westen ausgerichtet eine weitläufige Vorburg. Diese dient zur Versorgung der Burg und beinhaltet einige Wirtschaftsgebäude. Das Erscheinungsbild der Vorburg ist auf Umbaumaßnahmen im 19. und 20. Jahrhundert zurückzuführen.

Der Zugang zur Vorburg an der Westseite erfolgt durch ein kleines Tor, das zur Linken von einem großen Gebäude (heute Tenne und Stall) und zur Rechten von dem sogenannten Pächterhaus flankiert ist. An der nördlichen Umfassungsmauer der Vorburg gliedern sich der Schopf (alter Saustall), Reste eines ehemaligen Gebäudes und der Holzschopf an. Gegenüber des Tors der Vorburg steht das ehemalige Holzremise, unter dem sich ein Gewölbekeller befindet.

Zwischen dem Holzremis und dem Pächterhaus geht es nach Osten hin zur Hauptburg der Maisenburg. Über einen Vorhof mit Brunnen, betritt man die Hauptburg an deren Südwestseite durch ein ehemaliges Tor, gelangt an der dicken, mit Buckelquadern besetzte, Schildmauer vorbei in den südlichen Zwinger. Die Hauptburg der Maisenburg ist durch einen Halsgraben von der Vorburg abgetrennt.

Die Schildmauer der Hauptburg erhebt sich direkt über diesem Halsgraben. Sie misst eine Breite von knapp 3,80 Metern. Sie ist 14 Meter lang und mit Buckelquadern verblendet. In einer zweiten Bauphase wird die Schildmauer auf eine Höhe von ca. 16 Metern erweitert. Hinter der Schildmauer treffen wir auf die Reste der Kernburg von Burg Maisenburg.

Zugang erhalten wir an der Südseite, durch einen Torbogen. Durch den Torbogen betreten wir den Hof der Kernburg. Rechter Hand finden wir Reste des ehemaligen Palas – heute beinahe nur noch Grundmauern. Linker Hand sind Reste von Gebäuden erkennbar, die an der Schildmauer angeschlossen sind. In der Südwestecke der Kernburg ist das ehemalige Gebäude mit einem Tonnengewölbe unterkellert.

Historie

Im 12. Jahrhundet benennt sich erstmals ein Freiadelsgeschlecht „von Maisenburg“. Erbaut wird die erste Anlage der Burg Maisenburg wohl ebenfalls im 12. Jahrhundert. Allerdings wird die Burg erstmals 1268 in einer Urkunde als „Castrum Maisenburg“ erwähnt.

1318 wird ein Berthold IIl. von Maisenburg als Zeuge in einer weiteren Urkunde erwähnt. Nach 1379 erwerben die Herren von Baustetten Burg Maisenburg. 1413 erklärt Heinrich von Baustetten die Burg Maisenburg als offenes Haus für den Grafen Eberhard von Württemberg.

1538 kauft Christoph von Meldegg die Burg Maisenburg seinem Schwiegersohn Weigand von Baustetten ab. Der Besitz an der Burg wechselt in den nächsten Jahrhunderten noch einige Male, bis die Burg 1820 aufgegeben wird. Genauer gesagt, es wurde die Kernburg aufgegeben, während die Vorburg bis heute als landwirtschaftliches Anwesen genutzt wird.

1822 wurde im Juni ein Schäfer in der Kernburg vom Blitz erschlagen, während er seine Herde im Burgareal grasen ließ.

Bilder zur Maisenburg

Literatur

  • Burgenführer Schwäbische Alb – Band 2 – ISBN: 3-924489-45-9
  • Im Tal der Burgen – Das Große Lautertal auf der Schwäbischen Alb – ISBN: 3-87181-449-0
  • Burgen des deutschen Mittelalters • Grundriss-Lexikon – ISBN: 3-86047-219-4
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Burg Wartstein: Blick aus dem Lautertal hinauf zur Burg.
Burg Wartstein – Alb-Donau-Kreis
Burg Schülzburg: Blick von Anhausen auf die Südwestseite der Burg.
Burg Schülzburg (Schiltenburg) – Kreis Reutlingen

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