Burg Eisenberg bildet mit der Burg Hohenfreiberg ein Burgenpaar über dem Ortsteil Eisenberg-Zell. Sie thront auf dem östlichen der beiden Burghügel, unweit der Schlossbergalm. Direkt unterhalb und südlich des Burghügels, liegt der Ortsteil Eisenberg-Zell, mit dem Burgmuseum zu den beiden Burganlagen. Die Burg Eisenberg zählt zu den flächenmäßig größten Burgen des Allgäus.

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Beschreibung

Burg Eisenberg betritt man von Osten durch die Reste des Äußeren Tores, dem Zugang zur Vorburg. Diese Umschließt die Hauptburg vom östlchen Ende der Burganlage, bis zur südwestlichen Spitze der Hauptburg. Die äußere Ringmauer (Bering) der Vorburg besitzt drei Schalentürme, deren Reste heute noch erkennbar sind: zwei am Ostverlauf des Berings.

Ein weiterer Schalenturm befindet sich an der Westmauer des Berings. An der Südspitze der Vorburg steht der quadratische Rest eines ehemaligen Wehrturms. Der Turm wurde früher „Gärtchen“ genannt. Er besitzt ein starkes Mauerwerk und einen geräumigen Grundriß. Die Hauptburg betritt man durch den einst mächtigen Torturm an der Südflanke. Von ihm aus zieht sich die innere Ringmauer – eine sog. Mantelmauer – in einem lang gezogenen Rund nach Nordosten um den Burghof, mit einem großen Schalenturm an der Ostseite nahe des Torturms.

Die Kernburg ist entlang der inneren Ringmauer von einem Zwinger umgeben. Der Palas und die Kapelle befinden sich am Nordostende der Kernburg. Am besten erhalten ist heute die Nordwestmauer, die sogar noch die Burgzinnen der Burg Eisenberg aufweist. An der Nordostspitze, einem Fortsatz der Hauptburg, befindet sich ein weiterer Schalenturm. Hier beginnt bzw. mündet auch die Äußere Ringmauer.

Historie

Burg Eisenberg wird vor der Burg Hohenfreiberg errichtet. Die Burg ist vermutlich im 12. Jahrhundert durch die Freiherren von Rettenberg errichtet worden. Nach der Aufsplittung der Herren von Rettenberg in eine zweite Linie, die Herren von Trauchburg, wechselt der Besitz der Herrschaft von Eisenberg mehrmals und wird immer wieder aufgeteilt. Zuletzt um 1244 unter Berthold und Rudolf von Trauchburg.

Erst um 1340 wird Burg Eisenberg erstmals auch urkundlich erwähnt. Die Herrschaft an Eisenberg wird als kemptisches Lehen der Herren von Hohenegg in einer Urkunde des Tiroler Klosters Stams dokumentiert. 1383 geht der Besitz der Burg Eisenberg, zu dem auch der Bauernhof unterhalb (die heutige Schlossbergalm) gehört, an den Herzog Leopold von Österreich über. Dieser gibt die Burg um 1390 an die Herren von Freyberg zum Lehen.

Bis 1432 erbaut dann Friedrich von Freyberg d.J. auf dem westlich benachbarten Hügel die Burg Hohenfreiberg, um diese zum Mittelpunkt der Freyberger Macht zu machen. 1487 übefallen die Freyberger mit dem Ritter Kaspar von Laubenberg (bei Immenstadt) und den Herren von Hohenegg, einen Kaufmannstroß, der sich auf dem Weg von Belgien nach Venedig befindet. Die Beute wird zum Teil auf Burg Eisenberg versteckt. Auf das Eingreifen von König Maximilian I. hin, müssen die Freyberger die Beute aber wieder zurückgeben.

Burg Eisenberg wird während der Bauernkriege 1525 zerstört und erleidet 1531 erneut erheblichen Schaden, als ein Blitz in die Reste der Burg einschlägt. Erst 1535 wird sie zu Teilen wieder instand gesetzt. Während des Dreißigjährigen Krieges, um 1646 wird die Burg Eisenberg vom Land Tirol in Brand gesteckt und schließlich vollends durch schwedische Truppen zerstört. Sie gilt seitdem als Ruine.

1805 geht der Besitz der Burgruine an Baiern über. 1980 erwirbt die Gemeinde Eisenberg die Anlage. Zwischen 1981 und 1993 werden umfassende Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt.

Bilder zur Burg Eisenberg

Literatur

  • Burgen im Allgäu – Band 2 – ISBN: 3-88006-115-7
  • Burgen und Ruinen im Allgäu – ISBN: 3-8062-1602-9
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Burg Rettenberg: Innenansicht der Nordmauer.
Burg Rettenberg (Vorderburg) – Kreis Oberallgäu
Burg Hohenfreiberg: Blick von Südosten auf die Burg.
Burg Hohenfreiberg – Kreis Ostalläu

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