Burg Leuchtenburg bei Kaltern thront weithin sichtbar hoch über dem Kalterersee. Es heißt, dass unterhalb der Höhenburg Leuchtenburg (576 Meter) Erbsenpflanzen zu finden wären. Angeblich soll der Erbsenbestand auf die heilige Notburga Beschließerin zurückgehen, die zur Zeit der Rottenburger Burgherrschaft den Bedürftigen täglich zu Essen brachte. Einmal verlor sie ein paar der Erbsen aus ihrem Korb. Seitdem sollen am Burgberg die süßen Erbsen wachsen.

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Lage & Infos Burg Leuchtenburg

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Beschreibung

Die Burg Leuchtenburg bei Kaltern sitzt auf dem Mitterberg zwischen Kalterer See und dem Etschtal. Von beiden Seiten ist die Burg schon von weiten gut sichtbar. Die Anlage besteht aus einer Kernburg, an die im Osten eine ausgedehnte Vorburg angrenzt. An der Nördlichsten Spitze der Vorburg betritt man das gesamte Burgarel. Dort ist auch das urspüngliche Tor mit einem Wachhaus zu vermuten.

Zum Süden hin, erstreckt sich ein viereckiger Zwinger. Weder Vorburg noch Zwinger weisen ehemalige Bebauungen auf. Die Burg Leuchtenburg besaß keinen Bergfried. Dies war auch nicht notwendig. Die Kernburg der Burg Leuchtenburg hat die Form eines unförmigen Kreises und besteht aus einer 14 m hohen und 2 m breiten Mantelmauer. Von weitem wirkt die Kernburg wie ein großer Turm.

Tatsächlich umschließt die hohe Mantelmauer mehrere Wohngebäude. Die Kernburg kann man durch einen Durchlass an der Nordseite betreten und steht damit im Burghof. Reste des Palas‘, die an Westseite der Kernburg stehen, weisen an der Außenversade noch Verputz und Malereien auf. Weitere Wohngebäudereste befinden sich an der Südseite der Kernburg

Historie

Bereits in der Bronzezeit war der Mitterberg bereits besiedelt. Ca. einen Kilometer südliche der Burg Leuchtenburg, finden sich Reste einer urzeitlichen Besiedelung. Die Entstehung der Burg Leuchtenburg wird auf das Ende des 12. Jahrhunderts geschätzt. Genaueres ist nicht belegt. In der ersten Bauphase entstand die Kernburg der Leuchtenburg.

Der Besitz dieser Burganlage ging schon sehr früh an die Herren von Rottenburg. Sie war zentrale Verwaltungsstelle des Gebietes rund um den Kalterer See. Gegen Ende 1339 wurde die Burg belagert. Bischof Niklas von Trient, der mit Kaiser Karl IV. in den böhmischen Kriegen auf einem Feldzug die Etsch aufwärts zog, nahm die Burg Leuchtenburg bei Kaltern schließlich 1340 ein.

Nach 1411, nachdem das Rottenburger Adelsgeschlecht im Aufstand gegen Herzog Friedrich IV. unterlag, ging der Besitz an der Burg Leuchtenburg als landesfürstliches Lehen an verschiedene Adelsfamilien. Die Burg verlor zu Beginn des 17. Jahrhunderts jegliche Bedeutung und wurde nicht mehr bewohnt. Bereits 1610 galt die Burg als Ruine.

Der Besitz an Burg Leuchtenburg liegt heute bei den Grafen von Enzenberg, die die Anlage im in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts konservieren ließen.

Bilder zur Burg Leuchtenburg

Literatur

  • Südtiroler Burgenkarte – Südtiroler Burgeninstitut – ISBN: 88-85176-12-7
  • Burgen und Schlösser in Tirol, Südtirol und Vorarlberg – ISBN: 3-85326-33-X
  • Burgen des Deutschen Mittelalters von F. W. Krahe – ISBN: 3-86047-219-4
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Burg Volmarstein: Nordlicher Rundturm der Kernburg.
Burg Volmarstein – Ennepe-Ruhr-Kreis
Burg Laimburg Kaltern: Zugang zur Laimburg: Weg entlang der Nordseite.
Burg Laimburg – Überetsch-Unterland

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