Burg Michelsberg – Kreis Eichstätt

Burg Michelsberg wurde früh im Mittelalter errichtet. Bereits seit der Steinzeit suchten  die Menschen Zuflucht auf diesem Plateau. Funde aus der Keltenzeit werden auf den Zeitraum um 430 – 120 v. Chr. geschätzt. Römische Besiedelung auf dem Michelsberg war bis 233 n. Chr. vorhanden. Der Michelsberg ist ein Höhenzug, der sich zwischen Altmühltal und Birkental nach Kipfenberg hinzieht. Seine Dolomitfelswände ragen in drei Richtungen fast senkrecht um die 120 Meter über dem Ort auf. Auf seiner Krone hält ein weitläufiges Plateau auf einer Meereshöhe von 480 Metern bereit. Kein Wunder, dass hier schon sehr früh gesiedelt wurde.

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Lage & Infos Burg Michelsberg

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Beschreibung

Der Michelsberg ist ein Höhenzug, der sich zwischen Altmühltal und Birkental nach Kipfenberg hinzieht. Seine Dolomitfelswände ragen in drei Richtungen fast senkrecht um die 120 Meter über dem Ort auf. Auf seiner Krone hält ein weitläufiges Plateau auf einer Meereshöhe von 480 Metern bereit, dass am Nordende einen weiten Panoramablick eröffnet.

Auf einer Länge von ca. 250 Metern und einer Fläche von rund zwei Hektar, finden sich heute noch deutliche Spuren der Befestigungsanlagen von Kelten, Römern und mittelalterlichen Wehrbauten.

Die Burg Michelsberg liegt auf einem Felsplateau von ca. 150 m Länge, auf einem steilen Felsausläufer,  im Süden von Kipfenberg. Dem Ort zugewandt ist ein Aussichtspunkt. Dort finden sich Mauerreste einer ehemaligen Kapelle, die allerdings nicht zur Burg Michelsberg zugehörige sind: die Michaelskirche.

Von der Michelsburg ist nicht mehr viel erhalten. Die ehemalige Spornburg, weist im Süden einen deutlichen Halsgraben auf. Eine Info-Tafel informiert dort genauer. Wenige Mauerreste der ehemaligen Fliehburg finden sich nordöstlich vom Halsgraben. Dort wurde ebenfalls eine Info-Tafel mit dem Grundriss der mittelalterlichen Anlage angebracht.

Historie

Funde aus der Keltenzeit werden auf den Zeitraum um 430 – 120 v. Chr. geschätzt. Römische Besiedelung auf dem Michelsberg war bis 233 n. Chr. vorhanden. Reste des Raetischen Limes finfden sich heute noch westliche bei Kipfenberg.

Anfang des 10. Jhd. ließ König Ludwig „das Kind“, nachdem er vom Eichstätter Bischof das Baurecht erhalten hatte, auf dem Michelsberg eine Befestigung errichten, die aufgrund der Ungarneinfälle notwendig geworden war. Der Ausbau der Befestigung auf dem Micheslberg war nur eine Frage der Zeit.

Um das Jahr 1000 wurde ein breiter Halsgraben ausgehoben und eine Festung errichtet. Ein Bergfried wurde im 12. Jahrhundert gebaut. Die gesamte Anlage wurde aber bereits im 14. Jahrhundert wieder abgetragen. Heute erinnern noch massige Mauerreste über dem Graben an die einstige Befestigung. Auf der gegenüberliegenden Seite des Halsgrabens fand man die Reste eines Kalkofens aus dem 13. Jhd.

Den Namen erhielt das Felsmassiv wohl von der St. Michaelskapelle, die bereits im frühen Mittelalter an der Nordspitze des Höhenzugs erbaut worden war. Noch im 17. Jahrhundert war sie intakt und beliebtes Wallfahrtsziel. Eremiten ließen sich ebenfalls neben der Kirche nieder. Im 18. Und 19. Jahrhundert lebten sie in einer Klause auf dem Michelsberg, bis die Kirche und die Klause um 1819 abgebrochen wurden.

Bilder zur Burg Michelsberg

Literatur

  • Archäologieführer Bayern von Hermann Bierl – ISBN: 3-934145-09-4
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Schloss Arnsberg: Blick aus Arnsberg hinauf zur Burgruine und zum Schloss.
Schloss Arnsberg (Arensberg) – Kreis Eichstätt
Burg Kipfenberg: Blick vom Michelsberg auf die Südseite der Kernburg. Rechts die Vorburg.
Burg Kipfenberg – Kreis Eichstätt

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